10.08.2018: AfD-Politiker Müller: Saar-Schüler verblendet von „linksgrüner Lügenpresse“

AfD-Politiker Müller: Saar-Schüler verblendet von „linksgrüner Lügenpresse“

Ende Juni soll es im Anschluss an eine Diskussionsrunde zwischen dem AfD-Abgeordneten Rudolf Müller und einer Gruppe von Zehntklässlern zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen sein.

AfD-Politiker Rudolf Müller. Foto: dpa / Oliver Dietze

Wie der „Saarländische Rundfunk“ (SR) berichtet, habe Rudolf Müller die Schüler für ihre Sichtweise scharf angegeriffen. Dabei habe er ihnen unter anderem vorgeworfen, sie seien von der „linksgrünen Lügenpresse“ verblendet.

Außerdem soll der AfD-Politiker geäußert haben, dass es ihn interessiere, ob die Schüler den Mund in den 30er Jahren auch so weit aufgemacht hätten. Wegen der Vorkommnisse hatte sich die Lehrerin an das Bildungsministerium gewandt. In der kommenden Woche will sich das Landtagspräsidium mit dem Vorfall beschäftigen.

Schüler seien von „linksgrüner Lügenpresse“ beeinflusst

Gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ (SZ) zeigte Müller sich überrascht darüber, dass die Sache dermaßen aufgebauscht werde. Es habe sich bei dem Gespräch um eine – laut eigener Aussage – „lebhafte Diskussion über Gott und die Welt“ gehandelt. Zuvor hatte er mit Abgeordneten der anderen Landtagsfraktionen und mit den Schülern in einem offiziellen Gespräch über eine Absenkung des Wahlalters diskutiert.

An seine genaue Wortwahl während der Diskussion könne Müller sich nicht mehr erinnern. Der Politiker räumt ein, dass es sein kann, dass er gesagt habe, dass die Schüler von der linksgrünen Lügenpresse beeinflusst seien. Weiter betonte er, dass dies aber auch der Fall sei, schließlich sei „das ganze Volk“ durch die Medien beeinflusst.

Nach wie vor ist der AfD-Politiker der Überzeugung, dass vor allem der „Stern“ und der NDR „linksgrüne Lügenpresse“ seien. Zu der Äußerung bezüglich der 30er Jahre, die Müller gemacht haben soll, sagte er, dass er sich an eine solche nicht erinnern könne.

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